Ordensgeschichte
 

Im Laufe der Zeit expandiert der Orden sehr stark. Die Schwestern arbeiten im Wesentlichen in der Krankenpflege, der Sozialarbeit und Erziehung, besonders bei Mädchen und Frauen. Sie werden von Städten und Gemeinden angefragt, um in sozialen Brennpunkten zu helfen (Kinder-, Mädchen- und Frauenverelendung, Prostituierte, Gefängnisse), um menschliches Leid zu mindern. In den Kriegslazaretten des 19. und 20. Jahrhunderts pflegen sie die Kranken und Verletzten.

1862 gehen Schwestern nach Indien und später nach Pakistan, 1863 und in den Folgejahren nach England, Irland, Italien, Kalifornien/USA, Brasilien und 2000 von Indien aus nach Kamerun.

Im 19. und 20. Jahrhundert wirken Töchter v. hl. Kreuz in den Bistümern Münster (und später Essen), Köln und Aachen in Krankenhäusern, Kindergärten, Schulen, Erziehungsheimen usw. Mitte des 20. Jahrh. (ca. 1950) zählt diese internationale Ordensgemeinschaft mit dem Mutterhaus in Lüttich zu einer der großen weiblichen Ordensgemeinschaften der kath. Kirche. Heute ist die Gemeinschaft, die etwas weniger als 1000 Schwestern zählt, weltweit in neun Ländern tätig, mit besonderem Schwerpunkt im indischen Subkontinent.

Die Beziehung von Mutter Maria Theresia zum Niederrhein und speziell zu Rees beruht auf einem besonderen Umstand: 1833 träumt sie visionsartig von Haus Aspel. Sie hat diesen Traum niemals vergessen (Elemente wie Hütte des Gärtners, Allee, Zuführung zu einem Schloss, Eichenwäldchen, Einsiedelei). Durch Beziehungen einer Reeser Familie zum Mutterhaus in Lüttich ergibt sich die Möglichkeit einer ersten Niederlassung der Ordensgemeinschaft in Deutschland (Hintergrund: Betreuung eines in Rees zu errichtenden Krankenhauses). Und gerade zu diesem Zeitpunkt steht Haus Aspel zum Verkauf an. Als Mutter Maria Theresia am 11. März 1851 mit dem Schiff nach Rees und Aspel kommt, erinnert sie sich des Traumes und sagt: „Das ist hier der Ort.“ 140 Jahre später (21. April 1991) wird die Ordensgründerin (28.02.1782 - 07.01.1876) von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen. lm Eingangsbereich zur Aspeler Klosterkirche befindet sich eine große gemalte Historientafel, auf der die wichtigsten Stationen im Leben der Mutter Maria Theresia und die Tätigkeitsfelder der Gemeinschaft dargestellt sind.

 

 

 

 

 

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