Schwester Maria Beate Reifenberg

Frage: Sr. Maria Beate, Sie sprechen für die deutschen Niederlassungen der Ordensgemeinschaft. Wie viele Schwestern gehören heute noch der Ordensgemeinschaft der Töchter vom hl. Kreuz an? Und wo sind die Niederlassungen zu finden? Welchen Aufgaben dienen sie?

Antwort: Die deutsche Ordensprovinz zählt heute knapp 100 Schwestern, die in "Haus Aspel“/Rees, Aachen, Düsseldorf, Straeten, Essen-Werden, Bad Homburg, Weyerbusch, Gronau/Leine leben. An Einrichtungen sind gegeben: Altenkrankenheim, Kindertagesstätten, Altenheim für unsere pflegebedürftigen Schwestern. Töchter vom hl. Kreuz sind tätig im pastoralen Dienst in der Pfarrgemeinde, im Altenkrankenheim, in der Behinderteneinrichtung. Zudem werden ehrenamtliche Tätigkeiten übernommen in der Pfarrgemeinde, bei der Caritas, im sozialen Brennpunkt, in der Hospizarbeit.

Frage: Das Problem der Überalterung stellt sich Ihnen ja auch. Wie hoch ist ungefähr das Durchschnittsalter der Gemeinschaft? Welche Konsequenzen hat dies für das Leben innerhalb der Gemeinschaft? Welche organisatorischen Konsequenzen hat dies?

Antwort: Das Durchschnittsalter beträgt etwa 76,5 Jahre. Für die deutsche Ordensprovinz bedeutet dies: Konzentration der Einrichtungen mit der Entwicklung eines Pflegebedarfsplanes. Neue Möglichkeiten des Zusammenlebens werden angedacht, wobei verschiedene Formen des Lebens in Gemeinschaft probiert werden sollen. Wesentlich ist auch die Zusammenarbeit mit Laien in der Leitung unserer Einrichtungen.

Frage: Wie sehen Sie die Zukunft der deutschen Ordensprovinz vor diesem eben angesprochenen Hintergrund? Sie sind ja auch ein internationaler Orden!

Antwort: Den Ordensgemeinschaften ist kein "ewiges Leben" in dieser Welt verheißen! - Mit der Gründung ist einerseits ein konkreter Anruf, eine Notsituation verbunden, der jeweils neu - entsprechend der Zeit -überdacht werden muss, und andererseits war, ist und bleibt die Bedeutung der Spiritualität der Gemeinschaft, die an kein Alter gebunden ist, - und das ist die Gegenwart Gottes in und für die Welt dankbar zu leben und zu bezeugen. Dankbar schauen wir auf über 150 Jahre Töchter vom hl. Kreuz in Deutschland zurück und auf über 170 Jahre seit der Gründung in Belgien. Unsere europäischen Provinzen werden kleiner, - unsere asiatischen Provinzen wachsen an Zahl und Aufgaben.